„Manchmal sind es nur wenige Sekunden, die ein Menschenleben für immer verändern“, sagte Bernd Fritsch, Präsident der Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern. „Deshalb setzen wir uns seit 35 Jahren dafür ein, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern und Unfallfolgen zu mindern.“ Seit ihrer Gründung am 27. Mai 1991 steht die Landesverkehrswacht MV gemeinsam mit ihren 18 örtlichen Verkehrswachten und zahlreichen Partnern für eine engagierte Verkehrssicherheitsarbeit im Land. Fritsch dankte allen ehrenamtlich Engagierten und Unterstützern für ihren Einsatz und ihre langjährige Verbundenheit.
Dr. Wolfgang Blank, Verkehrsminister des Landes, betonte: „Mit dem Integrierten Konzept zur Verkehrssicherheit bis 2030 haben wir als Land klare Ziele gesetzt: weniger Unfälle, weniger Schwerverletzte und weniger Verkehrstote. Verkehrssicherheit entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen – in der Prävention, in der Verkehrserziehung und im täglichen Miteinander. Die Landesverkehrswacht und ihre vielen Ehrenamtlichen leisten dazu seit 35 Jahren einen unverzichtbaren Beitrag und helfen, dass alle sicher an ihr Ziel kommen.“
„Verkehrssicherheitsarbeit der Zukunft bedeutet mehr als Kontrolle,“ ergänzte Lutz Müller, Inspekteur der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. „Sie verbindet Prävention, moderne Technologie, datenbasierte Analysen und starke Partnerschaften zu einem ganzheitlichen Sicherheitsansatz. Unser Ziel ist es, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten nachhaltig zu senken und die Vision Zero konsequent zu verfolgen. Unsere Polizei gestaltet aktiv diesen Wandel, verlässlich und mit klarem Fokus auf den Schutz aller Verkehrsteilnehmer.“
Die Landesverkehrswacht präsentierte mit einem medialen Potpourri einen Überblick über ihre Programme und Projekte und zeigte beispielhaft am Landesprogramm „CrashKurs MV“ für Berufliche Schulen ein nachhaltig wirkendes Verkehrssicherheitsangebot von Verkehrswacht, Polizei, Schule und weiteren Partnern.
Wilfried Kapischke, Vizepräsident der Landesverkehrswacht, spannte auf der Festveranstaltung den historischen Bogen vom Gründungsjahr der „Auto-Wacht“ 1924 bis zur Neuzeit und zog das Fazit, dass wir im Sinne der Vision Zero nicht an allgemeinen Geschwindigkeitsreduzierungen vorbeikommen, wenn wir die Zahl der Getöteten und Schwerstverletzten auf unseren Autobahnen, Landstraßen und innerorts weiter reduzieren wollen.
„Unser Ziel bleibt klar: Kein Mensch soll im Straßenverkehr schwer verletzt oder getötet werden. Dafür werden wir uns auch künftig mit aller Kraft engagieren und nicht nachlassen, Menschen für ein sicheres und rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren“, so Fritsch zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltung.