Als Dank für dieses besondere Engagement der Erzieherinnen und Erzieher verliehen Bernd Fritsch, Präsident der Landesverkehrswacht, Daniel Bischof, Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, und Annette Wanserski, Leiterin Prävention der Unfallkasse, heute den „Schulweg-Orden 2026“. Zur Festveranstaltung waren 20 in der Verkehrserziehung herausragende Kindertagesstätten unseres Bundeslandes nach Rostock eingeladen. 47 weitere Einrichtungen erhalten die Auszeichnung regional durch örtliche Verkehrswachten überreicht.
Die Initiatoren des MV-Schulweg-Ordens – die Landesverkehrswacht, die Unfallkasse und das Wirtschaftsministerium – ehren in diesem Jahr zum 16. Mal besonders engagierte Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. 455 Einrichtungen wurden bisher aus-gezeichnet. In diesem Jahr ehren wir 67 Kindertagesstätten in unserem Bundesland. Die Gewinnerin des Hauptpreises – 1.000 Euro für Spiel- und Sportgeräte freier Wahl ist die Kita "Am Mühlenbruch" aus Selmsdorf.
„Weil Kinder ihre Umwelt und damit auch den Straßenverkehr anders wahrnehmen als Erwachsene, ist für sie der Schulweg eine große Herausforderung“, betonte Bernd Fritsch bei der Übergabe des Ordens. „Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen und nehmen Gefahrenquellen anders wahr“.
Die Landesverkehrswacht unterstützt Kindertagesstätten mit der Projektmappe „Noch 100 Tage bis zum ersten Schulweg“. Die 18 regionalen Verkehrswachten des Landes stehen den Vorschuleinrichtungen zusätzlich mit vielfältigen Veranstaltungen zur Seite. Ein weiterer wichtiger Partner ist die Polizei. Kurz vor Ende der Sommerferien weisen Spannbänder auf den nahenden Schulanfang hin. Allen Grundschulen werden für Klasse 1 zudem die Unterrichtsmappe „Die ersten 100 Schulweg-Tage“ angeboten. Sie schließt an das Kitaprojekt an.
Die Organisatoren des Schulweg-Ordens weisen darauf hin, dass Schulanfänger nach umfangreichem Üben des Schulweges so lange begleitet werden sollten, bis sie ihn sicher beherrschen. Eltern sollten prüfen, ob ihre Kinder dann den Schulweg allein, gemeinsam mit Freunden oder mit Bus und Bahn zurücklegen können. Das fördert die Eigenständigkeit, und die Bewegung macht fit für den Unterricht. Die Mädchen und Jungen sammeln so wertvolle Erfahrungen im Straßenverkehr. Die Kinder mit dem sogenannten Elterntaxi bis vor das Schultor zu bringen, bremst die Entwicklung zu sicheren Verkehrsteilnehmern und schafft mehr Gefahren, als es vermeidet.
Laut Statistischem Landesamt verunglückten im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 77 Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren im Straßenverkehr, ein Teil von ihnen auf dem Schulweg.
Die Verantwortung für den sicheren Schulweg liegt nicht nur bei Eltern, Polizei, Kita und Schule: Jede Verkehrsteilnehmerin und jeder Verkehrsteilnehmer steht das ganze Jahr über in der Pflicht, aufmerksam, vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Nicht nur zum Schul-anfang, sondern auch in den nahenden Ferien - wenn viele Kinder draußen spielen.
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Andrea Leirich
Geschäftsführerin
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Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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