Das Projekt: Kompetenzen, Lerninhalte, Lerntätigkeiten

Das Projekt „Noch 100 Tage bis zum ersten Schulweg“

Kompetenzen, Lerninhalte, Lerntätigkeiten

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1. Sie formulieren die anzustrebenden Kompetenzen in den kognitiven, sozialemotionalen und motorischen Entwicklungsbereichen. 

Zum Beispiel: Die Kinder, die bald eingeschult werden, sollen in „100 Tagen“:

  • wissen, wie ihr zukünftiger Schulweg aussieht,
  • wissen, welche Strecke sie gehen sollen, 
  • wissen und akzeptieren, dass sie keine Abkürzungen gehen dürfen,
  • erkennen, wo die schwierigen und gefährlichen Stellen auf ihrem Schulweg sind,
  • wissen, wie sie sich verhalten müssen, wenn beispielsweise eine Ampel ausfällt oder Mülltonnen, eine Baustelle oder ein Lkw den Gehweg versperren,
  • die Fahrbahn dort, wo es notwendig ist, überqueren können, beispielsweise an Ampeln, auf Zebrastreifen, Mittelinseln oder zwischen geparkten Fahrzeugen,
  • mit den gemeinsam vereinbarten Regeln einverstanden sein und sich auf den Schulweg freuen.

So lernen Kinder mit Kopf (wissen, erkennen), Herz (akzeptieren, freuen) und Hand (können).

2. Sie beziehen bei der Planung des Projektes den Leistungsstand der Kinder und die Umgebungen der Elternhäuser bzw. der Schule mit ein.

Da Sie das Projekt gemeinsam mit Vorschulkindern durchführen, haben Sie eine relativ homogene Altersgruppe vor sich. Besonders bei den etwas anspruchsvollen Lerntätigkeiten, beispielsweise Übungen im Straßenverkehr, muss aber sehr genau auf die individuellen Fähigkeiten jedes Kindes eingegangen werden, um es weder zu überfordern noch zu unterfordern. Das bedeutet: kleine Gruppen.

Die Orientierung des Projektes an den künftigen Schulwegen der Kinder ist nahezu die ideale Voraussetzung dafür, dass Verkehrserziehung nicht im „luftleeren“ Raum stattfindet, sondern konkret und praktisch. Bedingung dafür ist die Kooperation mit den Eltern.

3. Sie kombinieren unterschiedliche Lerntätigkeiten über einen längeren Zeitraum hinweg.

Hier und da mal, je nach Lust und Laune, ein Lied zu singen oder ein Spiel zu spielen, mach Spaß, ist aber wenig effektiv. Je nach Lernziel hingegen ausgewählte Lerntätigkeiten zu kombinieren, macht Ihnen und den Kinder Spaß und bringt obendrein den gewünschten Erfolg. Und da bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, braucht das, was schwierig ist, längere Zeit bis es verstanden ist oder gekonnt wird. Und der Straßenverkehr ist schwierig, selbst für Erwachsene!

Die Lerntätigkeiten im Überblick:

  • beobachten (im Straßenverkehr)
  • spielen (sehen und hören)
  • spielen (sicher bewegen)
  • spielen (Farben und Signale beachten)
  • üben (im verkehrsfreien Raum)
  • üben (im Straßenverkehr)
  • miteinander sprechen
  • gemeinsam singen
  • vorlesen und erzählen (Geschichten, Gedichte, Rätsel)
  • kreativ gestalten